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Veranstaltungen in der Villa Brahms

Aktuelle Termine

© Markus Bomholt
Samstag, 15.10.2022 | 15:00 Uhr
Musik im Museum
Junge Talente II

Info

Junge Vielfalt prägt das nächste Konzert der Reihe »Musik im Museum« am 15. Oktober um 15 Uhr in der Villa Brahms: Auf Geige, Cello, Gitarre und Flöte stellen die ganz jungen Talente aus dem Institut für schulbegleitende Musikausbildung (ISMA) ihr Können unter Beweis. Ebenso vielfältig wie die Besetzung ist auch das Programm des Nachmittags. Vom barocken Meister Johann Sebastian Bach, der für Johannes Brahms und unzählige weitere Komponisten der nachfolgenden Generation ein Vorbild war und ist, spannt sich der musikalische Bogen über den »Teufelsgeiger« Nicolò Paganini bis ins 19. und 20. Jahrhundert mit Werken von Francisco Tárrega, Heitor Villa-Lobos, David Popper und Theodor Verhey.

Nachwuchsförderung wird an der Musikhochschule Lübeck großgeschrieben. Das Institut für schulbegleitende Musikausbildung ermöglicht musikalisch begabten Jugendlichen Unterricht bei Dozierenden der MHL (u.a. Prof. Konstanze Eickhorst, Prof. Angela Firkins, Prof. Imke Frank, Prof. Otto Tolonen und Prof. Elisabeth Weber) und genießt einen hervorragenden Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus. Regelmäßig werden Studierende des ISMA beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« ausgezeichnet, ebenso bei internationalen Jugendwettbewerben. Namhafte Künstlerpersönlichkeiten sind aus dem ISMA hervorgegangen; stellvertretend genannt seien Christian Tetzlaff, David Garrett, Claudio Bohorquez, Heime Müller und Sebastian Manz.

Parallel zum Konzert ist die aktuelle Ausstellung »Der junge Brahms« für das Publikum geöffnet. Im Anschluss an das Konzert bietet Moderator Christoph Arta eine Führung durch die Schau an. Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms mit Kaffee und hausgemachten Kuchen aus dem Hause Sellmann zum Verweilen ein.

Tickets zu 11 / 8 EUR online und bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck Ticket.


Programm:

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

aus: Partita Nr. 3 E-Dur für Violine solo BWV 1006

I. Preludio

II. Loure

III. Gavotte en Rondeau

Heitor Villa-Lobos (1887 – 1959)

Prélude Nr. 1

Francisco Tárrega (1852 – 1909)

Alborada

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

aus: Suite Nr. 3 C-Dur für Violoncello solo BWV 1009

IV. Sarabande

V. Bourne I und II

VI. Gigue

David Popper (1843 – 1913)

Elfentanz op. 39

Nicolò Paganini (1782 - 1840)

Cantabile für Violine und Gitarre op. 17

Theodor H.H. Verhey (1848 - 1929)

Flötenkonzert d-Moll op.43

I. Allegro non troppo

II. Andantino

III. Allegro alla Zingarese


Mitwirkende:

Arsham Arasteh Violine

Gero-Leander Schmidt Violoncello

Maria-Luisa Gerns Gitarre

Nane Schulz Flöte

Christian Ruvolo Klavier

Saskia Schmidt-Enders Klavier

Christoph Arta Moderation


Weitere Informationen:

Arsham Arasteh, geboren 2004 in Rasht, Iran, begann bereits mit fünf Jahren Violine zu spielen. Sechs Jahre später trat er zum ersten Mal als Solist mit Orchesterbegleitung auf. Auch als Orchestermusiker hat Arasteh bereits umfassende Erfahrung gesammelt; derzeit ist er Mitglied des NDR Jugendsinfonieorchesters. Im Jahr 2018 ist er aus dem Iran nach Deutschland übergesiedelt, um mehr musikalische Möglichkeiten auszuschöpfen. 2019 und 2022 gewann er einen 2. Bundespreis des Wettbewerbs »Jugend Musiziert«. Nach dem Erhalt eines Jungstudentenplatzes bei Prof. Elisabeth Weber an der Musikhochschule Lübeck (2021), hat er dort mittlerweile ein Kontaktstudium aufgenommen.

Die 2004 in Hamburg geborene Flötistin Nane Schulz nimmt seit 2015 Querflötenunterricht bei Prof. Angela Firkins und ist seit fünf Jahren Jungstudentin am ISMA. Als Stipendiatin der Initiative Jugend-Kammermusik hat sie in zahlreichen Ensembles vielseitige kammermusikalische Erfahrung gesammelt. Darüber hinaus ist Schulz als Mitglied des Felix Mendelssohn Jugendorchesters sowie des LJO Bremen eine versierte Orchestermusikerin. Sie errang bereits zahlreiche namhafte Preise als Solistin und in kammermusikalischer oder Orchsterbesetzung. 2017 debütierte sie in der Elbphilharmonie Hamburg – als Solistin.


Eintritt: 11/8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (14:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Catering:
Kaffee und Kuchen aus dem Hause Sellmann
Péter Nagy Klavier
© Künstler
Mittwoch, 26.10.2022 | 19:00 Uhr
Themen-Abend
Licht und Schatten
Die Sonaten für Klavier und Violoncello von Johannes Brahms

Info

Als »Licht und Schatten«, als Gegenstücke, die dennoch Geschwister ihrer Gattung sind, bezeichnet Johannes Brahms seine beiden Sonaten für Klavier und Violoncello. Claudio Bohórquez (Violoncello) und Péter Nagy (Klavier) bringen diese ›ungleichen Verwandten‹ am 26. Oktober um 19 Uhr in der Villa Brahms zur Aufführung. Dabei kommt der historische Blüthner-Flügel von 1856 zu Gehör, der den Sonaten den historisch angemessenen Klang aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verleiht. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck, moderiert den Konzertabend.

In der Sonate e-Moll für Klavier und Violoncello entwickelt sich ein Dialog auf Augenhöhe zwischen den beiden Instrumenten. Der Kopfsatz, eingeleitet von einer suchenden Melodie des Cellos, glänzt durch inneren Kontrastreichtum und emotionale Intensität. Nach dem Menuett-Mittelsatz setzt Brahms der Sonate mit einem fugal angelegten Finalsatz ein bestimmtes und furioses Ende. Dieser ist zugleich eine Hommage an Brahms‘ großes Vorbild Johann Sebastian Bach. Seine zweite Cellosonate in F-Dur positioniert der Komponist mit einem turbulenten und druckvollen Beginn gleich zu Anfang als größtmöglichen Gegensatz zur e-Moll-Sonate. Theodor Billroth schrieb dazu an seinen Freund Brahms: »Ich gestehe, der erste Satz kam mir früher etwas bedenklich vor […] Doch Du weißt immer den richtigen Weg zum rein Musikalischen zu finden; der gemütliche letzte Satz beruhigt über die Aufgeregtheit des leidenschaftlichen Jünglings, der im ersten Satz seine ganz leidenschaftliche Liebe dem sympathisch miterregten Hörer offenbart.“

Ergänzt wird das Konzertprogramm durch Liedbearbeitungen und »Ungarische Tänze« von Johannes Brahms. Parallel zum Konzert ist die aktuelle Ausstellung »Der junge Brahms« für das Publikum geöffnet. Im Anschluss an das Konzert bietet der Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger eine Führung durch die Schau an.

Tickets zu 11 / 8 EUR online und bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck Ticket.


Programm:

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op.38

»Feldeinsamkeit« op. 86/2

»Wie Melodien zieht es mir« op. 105/1

»Sapphische Ode« op. 94/4

Pause

Sonate für Klavier und Violoncello F-Dur op.99

Ungarische Tänze WoO 1

Nr. 1 g-Moll (Allegro molto)

Nr. 5 fis-Moll (Allegro)
Mitwirkende:

Claudio Bohórquez Violoncello

Péter Nagy Klavier

Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation


Weitere Informationen:

Claudio Bohórquez war schon früh bei internationalen Wettbewerben als Cellist erfolgreich. Er errang u.a. den ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb Genf 1995 und den Grand Prix des Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy sowie als Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Von 2011 bis 2016 unterrichtete er als Professor an die Musikhochschule Stuttgart berufen; seit September 2016 unterrichtet er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.

Claudio Bohórquez tritt als Solist mit namhaften europäischen Orchestern auf, darunter die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, die Wiener Symphoniker, das Orchestre de Paris, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Tonhalle-Orchester Zürich und die Academy of St. Martin in the Fields. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte u.a. mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony und dem Philadelphia Orchestra.

Nachdem Péter Nagy sein Klavier-Studium an der Liszt-Akademie in Budapest bereits im Alter von acht Jahren aufgenommen hatte, gewann er 1979 den ersten Preis des ungarischen Rundfunk-Wettbewerbs. Im Jahr 2001 erhielt er den renommierten Liszt-Preis. Heute ist er Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und Direktor der Abteilung für Tasteninstrumente der Doktorats-Hochschule an der Liszt-Akademie in Budapest.

Péter Nagy tourt regelmäßig durch Europa, die USA, Asien und Australien, mit Konzerten unter anderem im Louvre in Paris und in der Wigmore Hall in London. Auf weltweiten Konzertreisen spielte er Rezitale in New York, in Sydney, in Neuseeland sowie in Japan. Er tritt regelmäßig in kammermusikalischen Ensembles wie dem St. Lawrence String Quartet oder mit musikalischen Partnern wie Leonidas Kavakos, Nobuko Imai und Claudio Bohórquez auf.



Eintritt: 11/8 € (keine Ermäßigung)
Restkarten und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (18:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
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