Veranstaltungen in der Villa Brahms
Aktuelle Termine
Der Roman Buddenbrooks. Verfall einer Familie feiert 2026 seinen 125. Geburtstag. Aus diesem Anlass veranstalten das Buddenbrookhaus und die Musikhochschule Lübeck in Kooperation eine mehrteilige Ringvorlesung in der Villa Brahms. An insgesamt sieben Terminen sind hochkarätige Referierende nach Lübeck eingeladen. Alle Vorträge der Ringvorlesung werden durch musikalische Werke, gespielt von Studierenden der Musikhochschule, begleitet. Den Auftakt macht Prof. Dr. Hans Wißkirchen am 17. Februar um 19 Uhr.
Der unsichere Mann – Männlichkeit und Maskerade in Buddenbrooks
Buddenbrooks sind auf den ersten Blick ein von Männern geprägter Roman des 19. Jahrhunderts. Sie treiben die Handlung voran. Sie bestimmen über die Frauen. Dass es um die Männlichkeit des Helden Thomas Buddenbrook eigentümlich bestellt ist, dass er immer mehr zum unsicheren Mann mutiert, der sich seiner Männlichkeit nicht mehr sicher ist und deshalb mit immer stärkerer Maskerade den starken und erfolgreichen Mann nur spielen kann, will der Vortrag von Prof. Dr. Hans Wißkirchen zeigen. Buddenbrooks sind so gelesen ein sehr moderner Text, der in das 20. Jahrhundert vorausweist.
Die Ringvorlesung findet im vierwöchigen Rhythmus statt. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. Im Anschluss laden wir Sie ein bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen.
Der Kartenvorverkauf erfolgt über das Buddenbrookhaus.
Weitere Informationen:
Hans Wißkirchen (*1955) hat über Werke von Thomas Mann promoviert, war entscheidend am Aufbau des Buddenbrookhauses zu einer Gedenk- und Forschungsstätte beteiligt und als Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck bis Ende 2022 für die Museen der Stadt verantwortlich. Er ist Präsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft und Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Familie Mann geschrieben, war lange Jahre Mitherausgeber des Heinrich-Mann-Jahrbuchs und ist Mitherausgeber des Thomas-Mann-Jahrbuchs.
Am Samstag, den 7. März 2026 um 15 Uhr lädt das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck zu einem besonderen Konzert der Reihe Musik im Museum ein: Am Vorabend des Internationalen Frauentags präsentiert die Pianistin Violetta Khachikyan ein Programm, das ausschließlich Werken von Komponistinnen gewidmet ist, unter ihnen Cécile Chaminade, Lili Boulanger und Mel Bonis. Viele dieser Werke standen zu ihrer Zeit im Schatten jener der männlichen Kollegen; heute treten Eigenständigkeit und Ausdruckskraft umso stärker hervor. Die Auswahl spannt einen Bogen von barocken Suitensätzen über klassische Sonaten und romantische Charakterstücke bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts.
Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der historischen Villa bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den Konzertnachmittag ein.
Eintritt: 8 / 11 EUR, Tickets unter www.luebeck-ticket.de sowie an der Tageskasse ab 14 Uhr.
Weitere Informationen:
Violetta Khachikyan ist eine vielseitig aktive Solo- und Kammermusik- Konzertpianistin, Gewinnerin des Europäischen Klavierwettbewerbs in Bremen und außerdem Preisträgerin zahlreicher Internationaler Klavierwettbewerbe, darunter der hochrangige George Enescu Musikwettbewerb in Bukarest, der Maj-Lind-Wettbewerb in Helsinki, die »Scottish International Piano Competition« in Glasgow, die Paderewski International Piano Competition etc.
Geboren in Krasnodar (in Südrussland), wo sie mit 6 Jahren bei ihrer Mutter anfing Klavier zu spielen, beendete Violetta im Jahr 2000 das N. A. Rimski-Korsakow College of Music in Krasnodar und wurde im selben Jahr an das renommierte Staatliche Sankt Petersburger Konservatorium N.A. Rimski-Korsakow aufgenommen, wo sie 2008 die Klavier-Fakultät mit Auszeichnung abschloss. Bei den Professoren Nelli Meschlumova, Tatiana Zagorovskaya, Natalia Arzumanova, Nora Nuridschanyan und Georgy Erzhemsky hatte Violetta die Möglichkeit, die berühmte russische Klavierschule gründlich zu studieren.
Einen wichtigen Impuls für ihre weitere Entwicklung gaben viele internationale Klaviermeisterklassen von Prof. Willem Brons, Wladimir Tropp, Dmitri Baschkirow, Karl-Heinz Kämmerling, Pawel Gililow, Paul Badura-Skoda und Leon Fleisher.
Im Jahre 2007 bekam Violetta ein Stipendium des Lion Clubs (Deutschland) für die Aufnahme ihrer ersten Solo-CD. Nach dem Bremer Klavierwettbewerb im Jahre 2009 produzierte sie zudem noch eine CD mit den Werken von Rachmaninov, Schumann, Scarlatti und W.Hiller aufgenommen.
Sie trat mit Konzerten in Deutschland, Österreich, Holland, Dänemark, Spanien, Portugal, Großbritannien, Finnland, Japan, Brasilien und Russland auf und arbeitete außerdem mit Orchestern wie dem BBC Scottish Symphony, dem Helsinki Philharmonic, dem Bremer Philharmoniker, dem Transilvania State Philharmonic Orchestra, dem Munizipal Sympnonic Krasnodar, dem Wolgograd Symphonic Orchestra, dem Tambow Philarmonic Orchestra und dem St. Petersburger Akademischen Symphonischen Orchester zusammen.
Seit frühen Lebensjahren war zudem die Kammermusik für die Pianistin eine hochgeschätzte und besonders wertvolle Gelegenheit, sich mit den anderen Künstlern gemeinsam feinsinnig und flexibel musikalisch auszudrucken. So konzertierte Violetta in den vergangenen Saisons mit dem Ciurlionis Streichquartett und dem Silesian Strechquartett.
Im Jahr 2011 zog Violetta nach Deutschland, wo sie seitdem ihre Konzertkarriere weiter vorantreibt. Neben ihrem Konzertexamen an der Musikhochschule Lübeck (Prof. Konstanze Eickhorst) absolvierte sie zudem Kammermusik im Master, wofür sie das Eschenburg-Trio gründete. Im Jahr 2012 gewann sie den Possehl-Musikpreis. Dadurch erhielt Violetta die Chance, mehrere Konzerte in Norddeutschland aufzuführen sowie bei NDR-Kultur und Deutschlandradio Kultur verschiedene Aufnahmen zu machen.
In den letzten Saisons hatte Violetta die Auftritte beim Beethovenfest Bonn, Schleswig-Holstein Musik Festival, Aarhus International Piano Festival, Palais Sommer Dresden, Komitas-Festival in Berlin, Weseler Klaviersommer und dem Brahms-Festival in Lübeck.
Eintritt: 8 / 11 € (keine Ermäßigung)
Restkarten, Catering und Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (14:00 Uhr)
Vorverkauf:
bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck-Ticket und online über www.luebeck-ticket.de
Catering:
Kaffee und Kuchen




