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Der junge Brahms
Zwischen Natur und Poesie

Neue Ausstellung ab 7. Mai 2022

Am 7. Mai, dem Geburtstag von Johannes Brahms, eröffnet das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck seine neue Ausstellung: »Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie«. Die Schau nimmt den jungen Norddeutschen in den Blick und entdeckt dabei andere Seiten des Musikers als die gängige Brahms-Rezeption. Die Ausstellung ist zugleich der Auftakt für das 30. Brahms-Festival an der MHL, das sich mit einem Schwerpunkt zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann vom 6. bis zum 15. Mai ganz der Romantik verschrieben hat.

Das populäre Bild von Johannes Brahms (1833 – 1897) prägen seine Altersfotografien: Da sitzt der bärtige Brahms im Garten und schaut versonnen-melancholisch in die Kamera. Die neue Ausstellung im Brahms-Institut an der MHL nimmt dagegen den noch jungen Komponisten in den Blick. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: »Der junge Brahms ist ein genialer Feuerkopf, der romantische Literatur verschlingt. Er identifiziert sich mit einer Kultfigur wie Johannes Kreisler aus der Feder von E.T.A. Hoffmann. Diese Hoffmann-Begeisterung und seine Musik liegen eng beieinander. Gerade das macht den jungen Brahms für uns heute so interessant.«

Die Ausstellung zeigt die Inspirationsquellen des jungen Komponisten in rund 80 Exponaten, die vorwiegend aus der eigenen wertvollen Sammlung des Instituts stammen. Dazu gehören Briefe, Fotografien, Noten und Bücher aus der Bibliothek von Johannes Brahms. Zahlreiche Objekte sind erstmals in einer Ausstellung für die Öffentlichkeit zu sehen. Musikbeispiele und Textlesungen ergänzen die Schau um eindrückliche Hörerfahrungen.

Der 21-jährige blonde Johannes sei einer der »schönsten und genialsten Jünglinge« – so Robert Schumann. Die Werke von E.T.A. Hoffmann und Joseph von Eichendorff ziehen Brahms damals in ihren Bann. Mit dem ›Kapellmeister Kreisler‹ identifiziert er sich so sehr, dass er Autografe und Briefe sogar als »Johannes Kreisler« unterschreibt. In einem Band mit sämtlichen Erzählungen Hoffmanns zeugen zahlreiche Anstreichungen des Komponisten von seiner begeisterten Lektüre. Der junge Brahms hat eine innige Beziehung zur Natur, die ihn ebenfalls zu Kompositionen inspiriert. Briefe und andere Exponate lenken den Blick auf seine romantische Rheinreise oder seine ebenfalls literarisch vermittelte Schottland-Begeisterung.

Die Ausstellung »Der junge Brahms – Zwischen Natur und Poesie« wird am Samstag, 7. Mai um 15 Uhr in der Villa Brahms eröffnet. Institutsleiter Wolfang Sandberger gibt eine Einführung, durch die Ausstellung führt im Anschluss Stefan Weymar. Jaskeerat Singh Gill spielt Brahms‘ Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 9. Zur Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich unter tickets.brahms-institut@mh-luebeck.de.

Die Ausstellung ist während des Brahms-Festivals vom 7. bis 15. Mai täglich und anschließend bis zum 17. Dezember jeweils am Mittwoch und Samstag von 14 bis 18 Uhr in der Villa Brahms (Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck) zu sehen, der Eintritt ist frei. Sie erreichen die Villa Brahms mit den Buslinien 8, 15, 31 und 32 an der Haltestelle Adolfstraße (ca. 2 Minuten Fußweg) sowie allen Buslinien, die den Gustav-Radbruch-Platz anfahren (ca. 7 Minuten Fußweg). Parkplätze sind in der direkten Umgebung der Villa vorhanden. Die Veranstaltungs- und Museumsräumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint am 1. Juli 2022 in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival.



Galerie
Titel:
Der junge Brahms
Zwischen Natur und Poesie

Neue Ausstellung ab 7. Mai 2022

Öffnungszeiten:
Mi und Sa 14 bis 18 Uhr;
ACHTUNG: am 2.7. nur bis 17 Uhr, am 13.7. nur bis 16 Uhr geöffnet

Erste Eröffnung:
07.05.2022

Konzeption:
Christoph Arta M.A., Lea Kollath M.Ed., Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Stefan Weymar M.A.
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