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Johannes Brahms – Beziehungs­zauber

digitale Ausstellung verlängert bis 30. April

»Beziehungszauber« – was für ein Wort in Zeiten der Pandemie! Ein Sehnsuchtswort nach Zeiten der eingeschränkten Kontakte, ohne Reisen zu Freunden und Verwandten, ohne gemeinsamen Konzert- oder Museumsbesuch… Umso passender, dass das Brahms-Institut nun Exponate präsentiert, denen der Zauber einer Beziehung innewohnt: Rund 60 wertvolle Musikhandschriften, Widmungswerke, Briefe und Fotografien aus der Lübecker Sammlung zeichnen das Beziehungsgeflecht rund um den Komponisten Johannes Brahms nach.

Erstmalig zeigt das Brahms-Institut dabei eine Schau parallel digital (bis 30. April) und in Präsenz in der Villa Brahms (derzeit nur Führungen nach Anmeldung unter 0451/1505-414). Die Besucherinnen und Besucher begegnen wichtigen Freunden und Förderern auf dem Lebensweg des Komponisten: Theodor Avé-Lallemant, dem Ehepaar Schumann oder Hans von Bülow. Der »Beziehungszauber« entfaltet sich auch beim Betrachten der Frauenportraits, die der zeitlebens unverheiratete Brahms in seiner Fotosammlung verwahrt hat. Schließlich konzentriert sich die Ausstellung auf Widmungskompositionen von engsten Vertrauten und Kollegen – Joseph Joachim, Clara Schumann, Johann Strauss, Hans Huber, Carl Reinthaler – und damit auf Werke, in denen sich Brahms spiegelt. Häufig beziehen sich die Brahms gewidmeten Werke auf bevorzugte Gattungen bzw. populäre Werke des Komponisten, wie etwa seine Ungarischen Tänze WoO 1 oder Walzer op. 39.

Auch wichtige grafische Werke wie die Brahms-Phantasie von Max Klinger sind von Brahms‘ Werk inspiriert. Im pantheonartigen Wintergarten der Villa Brahms zeigen die aufgestellten Büsten, wie divergent Johannes Brahms von bildenden Künstlerinnen und Künstlern wahrgenommen wurde: von den naturalistischen Bildnissen der Brahms-Zeitgenossen Tilgner und Küchler über die Portrait-Büste von Ilse Conrat für ihr Wiener Brahms-Grabmal bis hin zu den neueren Interpretationen von Arno Breker und Milan Knobloch, die im ausgehenden 20. Jahrhundert entstanden sind.

Die Gäste in der Lübecker Ausstellung erleben die Faszination der beziehungsreichen Sammlungsstücke in den frisch restaurierten historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Landhauses. Sie sind zum Verweilen an den Hörsäulen mit Musikbeispielen im Wintergarten eingeladen, wo der Blick in den historischen Eschenburg-Park weit mehr als nur ›schöne Kulisse‹ ist.

Die digitale Schau bietet dagegen andere Anreize, die ›hinter Glas‹ nicht möglich sind: Blättern in Autografen, der Blick auf die Rückseiten von Fotografien, das unmittelbare Hören von Musik beim Betrachten historischer Noten. Somit kann sie auch eine Vertiefungsmöglichkeit nach dem Ausstellungsbesuch vor Ort darstellen.

Aufgrund der Pandemielage gilt ab Montag, den 22. November eine 2G-Nachweispflicht für alle Besucher*innen. Es erhalten somit nur Personen Zutritt, die

  • als vollständig gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft gelten und deren letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt.
  • eine Corona-Infektion überstanden haben und diese mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist. (Alternativ: Genesung + einfache Impfung vor mindestens 14 Tagen)
  • Ausnahme: Kinder und Jugendliche, die nachweisen können, dass sie in der Schule regelmäßig getestet werden.
  • Bitte bringen Sie Ihre Dokumente im Original (keine Kopien) mit und halten Sie zur Überprüfung auch einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass) bereit.

Für alle Personen ist das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes für die gesamte Dauer des Aufenthalts verpflichtend.

Aufgrund der aktuellen Lage kann es kurzfristig zu Änderungen kommen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über ggf. aktualisierte Hygieneauflagen hier auf unserer Website.



Titel:
Johannes Brahms – Beziehungs­zauber
digitale Ausstellung verlängert bis 30. April

Öffnungszeiten:
Villa Brahms: Januar bis April 2022 auf Anfrage.
Online unter www.brahms-institut.de

Erste Eröffnung:
30.04.2021

Konzeption:
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger,
Stefan Weymar M. A.


Der Katalog ist erhältlich bei:
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