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(Mathias Brösicke)
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Johannes Brahms Künstlerfreund
und Frauenschwarm
Zum 20-jährigen Bestehen zeigt das Brahms-Instituts
an der Musikhochschule Lübeck die Sonderausstellung
"Beziehungszauber". Eröffnet wird die
Schau am Freitag, 29. April in der Villa Eschenburg
auf dem Jerusalemsberg. Die Ausstellung präsentiert
bis Ende Oktober bedeutende Exponate aus der Lübecker
Brahms-Sammlung, darunter wertvolle Musikhandschriften,
Büsten, Drucke, Briefe und Fotografien.
Die Schau mit dem Untertitel "Widmungen, Werke,
Weggefährten" zeigt den Komponisten Johannes
Brahms (1833-1897) in seinen vielfältige Beziehungen:
zu Freunden und Kollegen aus dem unmittelbaren Umfeld.
Der Leiter des Brahms-Instituts, Prof. Dr. Wolfgang
Sandberger: "Aus dem Zusammenspiel der Exponate
ergibt sich für den Besucher ein dynamisches
Brahms-Bild, das durch den Blick auf sein Netzwerk
neue, auch überraschende Konturen erhält.
Die Ausstellung konzentriert sich auf Widmungskompositionen
von engsten Freunden (Joseph Joachim, Clara Schumann
u. a.) und verehrenden Kollegen (Johann Strauß,
Hans Huber, Carl Reinthaler u. a.), Werke, in denen
sich Brahms spiegelt; häufig lassen sich die
Widmungswerke auf bevorzugte Gattungen bzw. populäre
Kompositionen von Brahms beziehen, wie etwa seine
Ungarischen Tänze oder Walzer op. 39. Auch bedeutende
graphische Arbeiten wie die "Brahms-Phantasie"
von Max Klinger sind in die Schau einbezogen
Der Beziehungszauber entfaltet sich schließlich
auch bei dem Thema "Brahms und die Frauen":
Auf Fotos im Portrait- und Visitformat hat der Junggeselle
Brahms sie gesammelt. Im gründerzeitlichen Wintergarten
der Villa Eschenburg präsentiert das Institut
verschiedene Brahms-Büsten: von den naturalistischen
Bildnissen Tilgners und Küchlers, die noch zu
Brahms' Lebzeiten gefertigt wurden, bis hin zu den
eigenwilligen Lösungen von Arno Breker und Milan
Knobloch, die im ausgehenden 20. Jahrhundert entstanden
Der Ausstellungskatalog zeigt 60 herausragende Exponate
in hochwertigen Farbabbildungen, darunter zahlreiche
Erstveröffentlichungen. Beiträge von den
Kuratoren der Schau, Stefan Weymar und Wolfgang Sandberger,
führen in die Thematik und die Exponate ein.
Er umfasst 80 Seiten und ist zum Preis von 19,90 Euro
zu beziehen bei edition
text + kritik, München.
Vernetzt ist die Ausstellung "Beziehungszauber"
mit dem Lübecker Forschungsprojekt "Brahms
gewidmet", das von der Possehl-Stiftung großzügig
unterstützt wird. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens
steht die Auswertung von etwa 100 Kompositionen, die
Brahms zu Lebzeiten - meist "verehrungsvoll"
oder "freundschaftlich" - gewidmet wurden.
Eng verbunden ist die Schau zugleich mit dem Brahms-Festival
der Musikhochschule Lübeck, das in diesem Jahr
ebenfalls unter dem Motto "Brahms gewidmet"
steht und erstmals auch Konzerte in der Villa Eschenburg
bietet. Dabei werden einige der Brahms gewidmeten
Kompositionen vorgestellt; die ausgewählten Werke
von Goetz, Kirchner, Reger, Reinecke, Stanford und
Julius Stockhausen definieren das kompositorische
Umfeld der "großen" Kammermusikwerke
von Johannes Brahms, die im Festival zu hören
sein werden. In der engen Verbindung von Festival
und Ausstellung zeigt sich das fruchtbare Zusammenspiel
von künstlerischer Praxis und musikwissenschaftlicher
Forschung, das den Brahms-Standort Lübeck auszeichnet.
Öffnungszeiten:
29. April bis 29. Oktober 2011
Mittwoch und Samstag: 14.00-18.00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Ansprechpartner:
Carola Timmer, Brahms-Institut an der Musikhochschule
Lübeck
Jerusalemsberg 4, 23568 Lübeck, Fon: 0451/1505-414,
Fax: 0451/1505-423,
E-Mail: carola.timmer@mh-luebeck.de,
Net: www.brahms-institut.de
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