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Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck
hat einen neuen Meilenstein erreicht und den Großteil
seiner kostbaren Sammlung digitalisiert. Ab
27. Oktober,
18 Uhr, sind unter www.brahms-institut.de
mehr als 20.000 Digitalisate von Brahms-Quellen
via Internet zugänglich.
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts:
"Unserem Ziel, in naher Zukunft die gesamte Sammlung
in digitaler Form in hochwertiger Qualität zur
Verfügung zu stellen, sind wir damit ein entscheidendes
Stück näher gekommen".
Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen
hat am 27. Oktober in der Villa Eschenburg, dem Lübecker
Sitz des Brahms-Instituts, den entscheidenden Knopfdruck
zur neuen digitalen Präsentation vorgenommen.
Nun können auch die besonders kostbaren Herzstücke
der renommierten Lübecker Sammlung weltweit abgerufen
werden, unter anderem die Musikhandschriften und Briefe
des Komponisten oder sein Adressbüchlein. Weiterhin
belegen rund 55 Stichvorlagen zu Brahms-Werken, die
eigenhändige Eintragungen des Komponisten enthalten,
ein Konvolut von mehr als 200 Konzertprogrammen der
Brahms-Zeit sowie knapp 100 Notendrucke mit Brahms
gewidmeten Kompositionen das breite Spektrum der Instituts-Sammlung.
Zahlreiche Albumblätter und Musikmanuskripte
aus dem Brahms-Umfeld machen neugierig auf heute weithin
vergessene Komponisten und Werke. Realisiert wurde
das Großprojekt von der Firma Dematon (Lübeck),
die bibliothekarische Erschließung der Quellen
übernahm der Musikbibliothekar des Instituts,
Stefan Weymar, M.A.
Der neue Digitalisierungsschritt setzt das Projekt
"Brahms digital" fort. Bereits 2003 digitalisierte
das Brahms-Institut seinen umfangreichen Fotobestand,
der überwiegend aus dem Brahms-Nachlass stammt.
2006 folgten mit dem "Digitalen Notenschrank"
die kompletten Erst- und Frühdrucke der Werke
von Brahms mit über 11.000 Einzelseiten. Alle
Digitalisierungsprojekte wurden vom Wissenschaftsministerium
des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Schleswig-Holstein-Fonds
großzügig finanziert.
"Die Digitalisierung eröffnet einen breiten
Zugang zu kulturellen Grundlagen, es geht hierbei
nicht nur um Berufsinformationen. Sie ermöglicht
mit dem Zugang zu 20.000 Dokumenten neue Möglichkeiten,
kulturelles Wissen und kulturelle Bildung zu erwerben
und zu nutzen", betont Andreßen. Deshalb
sei es richtig, dass die Landesregierung die Digitalisierung
in zwei Projekten mit insgesamt rund 150.000 Euro
gefördert hat.
"Mit dieser Mittelzuweisung hat das Ministerium
die Realisierung eines zukunftsorientierten Vorhabens
ermöglicht, das den Standort Schleswig-Holstein
als zentralen Standort der Brahms-Forschung mit den
Institutionen an der Musikhochschule Lübeck und
der Brahms-Gesamtausgabe an der CAU in Kiel weiter
profilieren wird", so Sandberger.
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