1. November 2007
"Digitaler Notenschrank" - neues Internet-Projekt des Brahms-Instituts


  Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck öffnet ab 1. November via Internet seinen >> "Digitalen Notenschrank". Mit dem vom Wissenschaftsministerium geförderten Projekt bietet sich damit die Möglichkeit, weltweit in über 10.000 Seiten digitaler Erstdrucke von Johannes Brahms zu blättern.

Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Dietrich Austermann wird am 1. November den Startschuss für die Veröffentlichung des Projektes geben, in das insgesamt 90.300 Euro Fördermittel aus dem Schleswig-Holstein Fond geflossen sind. Mit der Mittelzuweisung ermöglicht das Wissenschaftsministerium dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, Schleswig-Holstein künftig noch stärker als zentralen Standort der Brahms-Forschung zu etablieren. Dazu Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts: "Die Digitalisierung der einzigartigen Bestände des Instituts wird den Zugang zu den Quellen enorm verbessern und weiter dazu beitragen, dass das Brahms-Institut weltweit als zentrales Archiv der Brahms-Bestände in Deutschland wahrgenommen werden wird."

Die freie Verfügbarkeit der Titel- und Notenseiten in digitaler Form gewährleistet eine bessere Konservierung der kostbaren Originalquellen, die für Musiker, Musikwissenschaftler und Editoren wertvolle Hinweise liefern können. Insgesamt 11.297 Seiten aller rund 160, im Bestand des Instituts vorhandenen Erstdrucke von Brahms-Werken, wurden in gut einjähriger Arbeit eingescannt. Neben der reinen Bildinformation werden im Internet auch Angaben zu Titel, Opus-Zahl, Ausgabe, Verlag, Ort und Plattennummer zu finden sein. Neben dieser bibliographischen Erschließung hat Musikbibliothekar Stefan Weymar zu jedem Werk auch inhaltliche Informationen erarbeitet: Entstehungszeit und -ort, erste Aufführung, Interpreten der ersten Aufführung und Fundorte der Autographe.
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