LÜBECK - Das Lübecker Brahms-lnstitut öffnet
heute seinen "Digitalen Notenschrank". Unter der
Internet-Adresse www.brahms-institut.de bietet er die Möglichkeit,
über 11 000 Notenseiten der rund 160 Erstdrucke des in
Hamburg geborenen Komponisten abzurufen.
Die Digitalisierung der Bestände werde den Zugang zu
den Quellen verbessern und zugleich die kostbaren Original-Bestände
schonen, sagte Institutsleiter Wolfgang Sandberger. Brahms
habe nur eine geringe Zahl von Skizzen und Entwürfen
hinterlassen. Zum Teil habe er sie gezielt vernichtet und
somit einen Einblick in frühe Schaffensphasen seiner
Werke verwehrt. Das Land Schleswig-Holstein hat das Digitalisierungsprojekt
mit rund 90 000 Euro gefördert. Neben der reinen Bildinformation
werden im Internet auch Angaben zu Ausgabe, Entstehungszeit,
erster Aufführung und ersten Interpreten zu finden sein.
(epd)