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Katalog ist im im Shop erhältlich.
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Ausstellung
»Beziehungszauber«
Johannes Brahms Widmungen, Werke, Weggefährten
Öffnungszeiten: Mittwoch und
Samstag von 14 bis 18 Uhr
Zum 20-jährigen Bestehen zeigt das Brahms-Instituts
an der Musikhochschule Lübeck die Sonderausstellung
"Beziehungszauber". Die Ausstellung präsentiert
bis Ende Oktober bedeutende Exponate aus der Lübecker
Brahms-Sammlung, darunter wertvolle Musikhandschriften,
Büsten, Drucke, Briefe und Fotografien.
Die Schau mit dem Untertitel "Widmungen, Werke, Weggefährten"
zeigt den Komponisten Johannes Brahms (18331897) in
seinen vielfältige Beziehungen: zu Freunden und Kollegen
aus dem unmittelbaren Umfeld. Der Leiter des Brahms-Instituts,
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger: "Aus dem Zusammenspiel
der Exponate ergibt sich für den Besucher ein dynamisches
Brahms-Bild, das durch den Blick auf sein Netzwerk neue,
auch überraschende Konturen erhält."
Die Ausstellung konzentriert sich auf Widmungskompositionen
von engsten Freunden (Joseph Joachim, Clara Schumann u.
a.) und verehrenden Kollegen (Johann Strauß, Hans
Huber, Carl Reinthaler u. a.), Werke, in denen sich Brahms
spiegelt; häufig lassen sich die Widmungswerke auf
bevorzugte Gattun-gen bzw. populäre Kompositionen von
Brahms beziehen, wie etwa seine Ungarischen Tänze oder
Walzer op. 39. Auch bedeutende graphische Arbeiten wie die
"Brahms-Phantasie" von Max Klinger sind in die
Schau einbezogen.
Der Beziehungszauber entfaltet sich schließlich auch
bei dem Thema "Brahms und die Frauen": Auf Fotos
im Portrait- und Visitformat hat der Junggeselle Brahms
sie gesammelt. Im gründerzeitlichen Wintergarten der
Villa Eschenburg präsentiert das Institut verschiedene
Brahms-Büsten: von den naturalistischen Bildnissen
Tilgners und Küchlers, die noch zu Brahms' Lebzeiten
gefertigt wurden, bis hin zu den eigenwilligen Lösungen
von Arno Breker und Milan Knobloch, die im ausgehenden 20.
Jahrhundert entstanden.
Der Ausstellungskatalog zeigt 60 herausragende Exponate
in hochwertigen Farbabbildungen, darunter zahlreiche Erstveröffentlichungen.
Beiträge von den Kuratoren der Schau, Stefan Weymar
und Wolfgang Sandberger, führen in die Thematik und
die Exponate ein. Er umfasst 80 Seiten und ist zum Preis
von 19,90 Euro zu beziehen bei edition
text + kritik, München.
Vernetzt ist die Ausstellung "Beziehungszauber"
mit dem Lübecker Forschungsprojekt "Brahms gewidmet",
das von der Possehl-Stiftung großzügig unterstützt
wird. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens steht die Auswertung
von etwa 100 Kompositionen, die Brahms zu Lebzeiten - meist
"verehrungsvoll" oder "freundschaftlich"
- gewidmet wurden.
Eng verbunden ist die Schau zugleich mit dem Brahms-Festival
der Musikhochschule Lübeck, das in diesem Jahr ebenfalls
unter dem Motto "Brahms gewidmet" steht und erstmals
auch Konzerte in der Villa Eschenburg bietet. Dabei werden
einige der Brahms gewidmeten Kompositionen vorgestellt;
die ausgewählten Werke von Goetz, Kirchner, Reger,
Reinecke, Stanford und Julius Stockhausen definieren das
kompositorische Umfeld der "großen" Kammermusikwerke
von Johannes Brahms, die im Festival zu hören sein
werden. In der engen Verbindung von Festival und Ausstellung
zeigt sich das fruchtbare Zusammenspiel von künstlerischer
Praxis und musikwissenschaftlicher Forschung, das den Brahms-Standort
Lübeck auszeichnet.
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